Open Badges vs. verifizierbare Nachweise: Zentrale Unterschiede

Verstehen, wie sich Open Badges und verifizierbare Nachweise unterscheiden und was jede Variante für Bildungsanbieter und Trainingsorganisationen bedeutet, die vertrauenswürdige, verifizierbare digitale Nachweise ausstellen möchten.

February 24, 2026
5 min
|   von
Nils Wegner

Was Open Badges sind und wie sie in der Praxis funktionieren

Open Badges sind standardisierte digitale Nachweise, die entwickelt wurden, um Fähigkeiten, Leistungen und Lernergebnisse in einem strukturierten und verifizierbaren Format darzustellen. Sie basieren auf dem Open Badges Standard. Dieser Standard definiert, wie Leistungsdaten strukturiert sein müssen, damit Badges plattformübergreifend interoperabel bleiben.

Ein Open Badge ist nicht nur ein Bild. Er enthält eingebettete Metadaten, die Folgendes beschreiben:

  • Die ausstellende Organisation
  • Den Empfänger
  • Die Lernkriterien
  • Die Bewertungsmethode
  • Das Ausstellungsdatum
  • Einen Verifizierungsmechanismus

Diese strukturierten Daten stellen sicher, dass der Badge maschinenlesbar und portabel ist. Lernende können ihn in digitalen Wallets speichern, in beruflichen Profilen anzeigen oder mit Arbeitgebern teilen.

Um dies in einem realen Bildungsszenario zu verstehen, betrachten Sie einen Erste Hilfe Trainingsanbieter. Anstatt ein einzelnes PDF Zertifikat auszustellen, könnte der Anbieter Folgendes vergeben:

  • Einen Badge für Basic Life Support
  • Einen Badge für CPR Kompetenz
  • Einen Badge für Advanced Emergency Response

Jeder Badge dokumentiert klar, was bewertet wurde und wie. Wenn ein Arbeitgeber den Nachweis überprüft, sieht er nicht nur, dass die Schulung abgeschlossen wurde. Er sieht genau, welche Kompetenzen nachgewiesen wurden.

Der Open Badges Standard definiert auch, wie die Verifizierung funktioniert. Eine dritte Partei kann den Badge digital validieren und bestätigen, dass er von der Organisation ausgestellt wurde und nicht verändert wurde. Besuchen Sie gerne unseren Open Badge Validierer.

Für Bildungsanbieter ergeben sich daraus mehrere praktische Vorteile:

  • Reduzierte manuelle Verifizierungsanfragen
  • Transparente Kommunikation von Fähigkeiten
  • Höhere Programmsichtbarkeit
  • Strukturierte Anerkennung von Micro Credentials

Moderne Open Badge Implementierungen können außerdem mit dem Verifiable Credentials Datenmodell ausgerichtet werden und so eine zusätzliche Ebene kryptografischer Sicherheit hinzufügen, während das erkennbare Badge Format erhalten bleibt.

Kurz gesagt kombinieren Open Badges Sichtbarkeit, Struktur und technische Validierung in einem Format, das speziell für digitale Bildungsumgebungen entwickelt wurde.

Was Verifiable Credentials sind und warum sie für Vertrauen wichtig sind

Verifiable Credentials sind ein umfassenderer technischer Standard zur Ausstellung manipulationssicherer digitaler Nachweise. Sie werden vom World Wide Web Consortium definiert und basieren auf kryptografischen Nachweisen.

Einfach ausgedrückt ermöglicht eine Verifiable Credential einer dritten Partei, die Echtheit zu bestätigen, ohne die ausstellende Organisation kontaktieren zu müssen. Die Verifizierung erfolgt digital und sicher.

Stellen Sie sich vor, eine Universität stellt ein digitales Diplom als Verifiable Credential aus. Wenn sich ein Absolvent auf eine Stelle bewirbt, kann der Arbeitgeber sofort überprüfen:

  • Dass der Nachweis von der Universität ausgestellt wurde
  • Dass die Daten nicht verändert wurden
  • Dass der Nachweis weiterhin gültig ist

Dieser Prozess erfordert keine manuelle Datenbankprüfung oder Kontaktaufnahme mit Verwaltungsstellen.

Verifiable Credentials sind für Umgebungen konzipiert, in denen Vertrauen und Sicherheit entscheidend sind. Sie werden häufig verwendet für:

  • Akademische Abschlüsse
  • Berufliche Lizenzen
  • Compliance Zertifizierungen
  • Grenzüberschreitende Anerkennung von Nachweisen

Für Bildungsanbieter ist der geschäftliche Mehrwert klar:

  • Reduziertes Betrugsrisiko
  • Geringerer administrativer Aufwand
  • Höhere institutionelle Glaubwürdigkeit

Moderne Open Badge Standards werden zunehmend mit dem Verifiable Credentials Datenmodell abgestimmt. Das bedeutet, dass ein Badge sowohl von visueller Wiedererkennbarkeit als auch von kryptografischer Sicherheit profitieren kann.

Open Badges vs Verifiable Credentials: Die wichtigsten Unterschiede erklärt

Auf konzeptioneller Ebene sind Open Badges und Verifiable Credentials keine konkurrierenden Standards. Sie überschneiden sich, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.

Open Badges sind darauf ausgelegt, Leistungen und Fähigkeiten klar zu kommunizieren. Sie machen Lernergebnisse transparent, indem strukturierte Metadaten direkt in den Badge eingebettet werden. Dadurch können Dritte verstehen, was bewertet wurde und unter welchen Kriterien.

Verifiable Credentials legen den Schwerpunkt stärker auf Sicherheit und Vertrauen. Sie verwenden kryptografische Mechanismen, um sicherzustellen, dass ein Nachweis nicht verändert werden kann und unabhängig validiert werden kann.

Der Unterschied wird deutlicher, wenn man ihren jeweiligen Kernfokus vergleicht:

Open Badges betonen:

  • Klare Darstellung von Fähigkeiten
  • Transparente Bewertungskriterien
  • Starke visuelle Identität und Branding
  • Einfache Weitergabe über digitale Plattformen

Verifiable Credentials betonen:

  • Kryptografischen Echtheitsnachweis
  • Schutz vor Manipulation
  • Unabhängige Verifizierung ohne manuelle Prüfung
  • Langfristige Interoperabilität

In der Praxis ergänzen sich diese Stärken häufig. Moderne Open Badge Standards sind mit dem Verifiable Credentials Datenmodell ausgerichtet, wodurch Institutionen Sichtbarkeit und Sicherheit kombinieren können.

Reale Anwendungsfälle in Bildung und Training

Der geschäftliche Mehrwert von Open Badges und Verifiable Credentials wird deutlich, wenn man reale Implementierungsszenarien betrachtet.

Ein Erste Hilfe Trainingsanbieter zertifiziert beispielsweise jeden Monat Hunderte von Teilnehmern. Wenn Zertifikate als statische PDF Dokumente ausgestellt werden, treten häufig folgende Probleme auf:

  • Arbeitgeber fordern manuelle Bestätigungen an
  • Abgelaufene Zertifikate sind schwer nachzuverfolgen
  • Veränderte Dokumente kursieren online

Durch die Einführung digital verifizierbarer Nachweise kann der Anbieter:

  • Sichere Zertifikatslinks mit integrierter Validierung ausstellen
  • Arbeitgebern eine sofortige Verifizierung ermöglichen
  • Den administrativen Aufwand reduzieren
  • Die Marken Glaubwürdigkeit stärken

Universitäten stehen vor ähnlichen Herausforderungen, insbesondere in Executive Education und Weiterbildungsprogrammen. Anstatt nur ein finales Zertifikat auszustellen, können sie Programme in kompetenzbasierte Badges strukturieren. Dieser Ansatz erhöht das Engagement der Lernenden und die Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken, während die sichere Verifizierung des finalen Nachweises erhalten bleibt.

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Wie Sie die richtige Credential Strategie für Ihre Organisation wählen

Für die meisten Bildungsanbieter lautet die Entscheidung nicht, ob sie Open Badges oder Verifiable Credentials wählen sollen. Die eigentliche Frage ist, wie Sichtbarkeit, Vertrauen und operative Effizienz so kombiniert werden können, dass langfristiges Wachstum unterstützt wird.

Um eine praktische Entscheidung zu treffen, berücksichtigen Sie folgende Fragen:

  • Möchten Sie granulare Fähigkeiten oder Meilensteine innerhalb eines Programms anerkennen?
  • Benötigen Ihre Lernenden Nachweise, die sich einfach auf LinkedIn oder in digitalen Portfolios teilen lassen?
  • Erhalten Sie manuelle Verifizierungsanfragen von Arbeitgebern?
  • Ist Zertifikatsbetrug oder Dokumentenmanipulation ein Thema?
  • Benötigen Sie eine skalierbare Lösung, die abteilungsübergreifend oder mit Partnerinstitutionen funktioniert?

Wenn Ihr Fokus auf Lernenden Engagement und modularer Kompetenzanerkennung liegt, bieten Open Badges ein strukturiertes und transparentes Format.

Wenn Ihre Priorität auf Manipulationssicherheit, automatisierter Validierung und langfristiger Interoperabilität liegt, bieten Verifiable Credentials die technische Grundlage.

In den meisten modernen Bildungsumgebungen kombiniert der stärkste Ansatz beide Komponenten. Ein visuell klarer Open Badge, strukturiert nach dem Verifiable Credentials Standard, ermöglicht es Ihnen:

  • Lernergebnisse klar zu kommunizieren
  • Nachweise vor Manipulation zu schützen
  • Den administrativen Aufwand zu reduzieren
  • Die institutionelle Glaubwürdigkeit zu stärken
  • Sich auf zukünftige regulatorische und technische Entwicklungen vorzubereiten

Digitale Nachweise sind nicht länger nur eine Designentscheidung. Sie sind Teil Ihrer Vertrauensinfrastruktur.

Wenn Sie erkunden möchten, wie sichere, verifizierbare digitale Badges und Zertifikate in Ihre bestehenden Workflows integriert werden können, vereinbaren Sie eine kostenlose Demo und sprechen Sie mit unserem Team.

* Sie können die Organisations-ID in der URL finden, wenn Sie als Administrator auf Ihre LinkedIn-Unternehmensseite zugreifen.

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